Wirtschaftspolitische Gesellschaft von 1947 e.V. W i P o G Frankfurt am Main
Wirtschaftspolitische Gesellschaft von 1947 e.V.W i P o GFrankfurt am Main

Wirtschaftspolitische Gesellschaft von 1947 e.V.

Wirtschaft - Politik - Gesellschaft  ~  Freiheit und Verantwortung

WIPOG aktuell

 

 

Wir laden Sie ein zu unserer Veranstaltung

am Montag, 24. Juni 2019, 18 Uhr 30 in der IHK Frankfurt am Main, Börsenplatz 4, 60313 Frankfurt

 

 

 

Prof. Stefan Vogenauer, Direktor am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte, Frankfurt a.M.


Brexit als erklärbare Entscheidung: eine britische Perspektive
 

Am 23. Juni 2016 fand ein Referendum über den Verbleib des Vereinigten Königreichs in der Europäischen Union statt. Fast 52 % der Wähler stimmten für den Austritt. Das Ergebnis überraschte viele Beobachter, insbesondere im Ausland. Die Entscheidung gegen den Verbleib in der EU wird weitgehend als irrational und Akt mutwilliger Selbstbeschädigung angesehen. Als Erklärungsansätze für diesen „unerklärlichen“ Ausgang des Referendums werden in erster Linie gegenwärtige Faktoren angeführt, etwa der rigide Sparkurs der öffentlichen Hand im Jahrzehnt nach der weltweiten Finanzkrise von 2007/08, die weitverbreitete Unzufriedenheit mit den politischen Eliten im Anschluss an den Skandal um Aufwandsentschädigungen der Parlamentsabgeordneten 2009 und die Desinformationskampagnen in den sozialen und anderen Medien im Vorfeld des Referendums.
Dieser Vortrag zeigt die tieferliegenden historischen Ursachen des Austrittswunsches auf. Er konzentriert sich auf die verfassungs-, kolonial- und wirtschaftsgeschichtlichen Besonderheiten des Vereinigten Königreichs, die aus britischer Sicht gegen eine Mitgliedschaft in der EU sprechen. Der Austrittswunsch wird auf diese Weise besser nachvollziehbar. Gleichzeitig bietet der Brexit damit ein Lehrbuchbeispiel für die Wirkmacht historischer Narrative lange nach Verschwinden ihrer Entstehungsgründe.

 

Professor Stefan Vogenauer ist seit Oktober 2015 Direktor am MPI für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt. Dort begründete er die Forschungsfelder „Rechtsgeschichte der Europäischen Union“ und „Rechtstransfer in der Welt des common law“. Ferner interessiert er sich für Privatrechtsgeschichte und –
vergleichung, transnationales Handelsrecht einschließlich der Internationalen Handelsschiedsgerichtsbarkeit sowie die juristische Methodenlehre.
Er verbrachte seit dem Ersten Juristischen Staatsexamen drei Fünftel seiner Zeit in England; er besitzt sowohl die deutsche als auch die britische Staatsbürgerschaft. Von 2003 bis 2015 hatte er den Lehrstuhl für Rechtsvergleichung an der University of Oxford inne. Dort leitete er auch das Institut für Europarecht und Rechtsvergleichung. Als Experte beriet er unter anderem das Europaparlament, das britische Justizministerium, das EU Select Committee des House of Lords, die Law Commission of England and Wales, die Scottish Law Commission sowie die Law Society of England and Wales.


Im Anschluss sind Sie eingeladen, bei einem Glas Wein die Diskussion weiterzuführen. Wir bitten um schriftliche Anmeldung. Sie finden das Formular nachstehend als PDF-Anhang und können dies der Wipog per E-Mail oder postalisch zukommen lassen. 

 

Mit freundlichen Grüßen, 

 

Dr. Wolfgang Lindstaedt
Vorsitzender WIPOG e.V.

Anmeldungsformular
Antwortvogenauer.pdf
PDF-Dokument [71.4 KB]
Vorschau des Jahresprogramms
wipogvorschaujuni2019.pdf
PDF-Dokument [144.6 KB]

DIE WIPOG - GRÜNDUNG UND SELBSTVERSTÄNDNIS                                Mehr

Am 1. November 1947 wurde das Grundsatzprogramm der Wirtschaftspolitischen Gesellschaft von 1947 e.V. verabschiedet. Es war das Grundkonzept der späteren Sozialen Marktwirtschaft, Mehr das vor allem von Ludwig Erhard, einem der Gründer

der WIPOG, in Westdeutschland durchgesetzt wurde. Hier ein Auszug aus dem Grundsatzprogramm zum gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Selbstverständnis der WIPOG:

"Der Staat muß sich auf Lenkungsaufgaben beschränken, die von Einzelnen oder Betrieben, allein oder gemeinsam, nicht gelöst werden können. [...] Nur wo der Wettbewerb versagt, darf der Staat eingreifen und auch da in erster Linie mit dem Ziel, die Voraussetzungen für einen Wettbewerb zu schaffen. Wir wollen keine Rückkehr zur Interessenpolitik der Wirtschaft, die zu Lasten der Allgemeinheit nach Staatshilfe ruft, wenn es schlecht geht, und die den Staat überspielt, wenn es gut geht. Wir wollen eine freie, sozialverpflichtete und in diesem Rahmen verantwortlich denkende und diszipliniert handelnde Wirtschaft aufbauen."   Mehr

Die durch Ludwig Erhard geprägte Wirtschaftspolitik hat über einen langen Zeitraum hinweg in der Bundesrepublik Deutschland [Gründung 1949] wirtschaftlichen Wohlstand und den sozialen Frieden gesichert.  Mehr

Termine

Die WIPOG organisiert pro Jahr mehrere größere Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen mit Referenten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Auch Forschungsprojekte führt die WIPOG eigeninitiativ durch. Die Schwerpunkte der Projekte liegen in der Wirtschafts-, Sozial- und Bildungspolitik. Seit mehreren Jahren führt sie Fachtagungen zu den Belangen weiterbildender Schulen durch. Mehr

Über uns - was wir tun

AKTVITÄTEN

Die WIPOG will - wie schon in den Jahren nach ihrer Gründung - im Sinne der von Ludwig Erhard begründeten Sozialen Marktwirtschaft auf die Gestaltung der Wirtschaftspolitik Einfluss nehmen. Sie bietet Interessierten ein Forum für formelle und informelle Kontakte. In ihren Diskussionen und Projekten stellt sie sich im Rahmen ihrer Aufgabenstellung den vielfältigen nationalen und inter- nationalen Herausforderungen. Sie spricht inbesondere Vertreter aus Wirtschaft, Politik und praxisorientierter Wissenschaft an.

Zweck der Gesellschaft ist die Förderung wissenschaftlicher Forschung und der Volksbildung in wirtschaftspolitischer und gesellschaftspolitischer Hinsicht.

Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch:

  • Wissenschaftliche Veranstaltungen, Arbeitstagungen und Forschungsvorhaben mit wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Fragestellungen
  • Symposien zur Aktivierung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Pädagogik
  • Publizistische Tätigkeit im Rahmen des Satzungszweckes
  • Förderung von Privat- und Stiftungsinitiativen im soziokulturellen Bereich
  • Pflege der Völkerverständigung und des geistigen Austauschs

WIPOG-Gründungsmitglieder u.a.:
Kurt Blaum, Ernst Deissmann, Ludwig Erhard, Günter Henle, Theodor Heuss, Otto Klepper, Albrecht Freiherr Knigge, Richard Merton, Rudolf Mueller, Volkmar Muthesius, Kurt Pentzlin, Alfred Petersen, Robert Pferdmenges, Ulrich von Pufendorf, Franz Reuter, Fabian von Schlabrendorff, Hubert A. Sternberg, Hans-Christoph Seebohm  Mehr

Hier finden Sie uns

Wirtschaftspolitische Gesellschaft von 1947 e.V.

Geschäftsstelle

Am Seeberg 7a
61352 Bad Homburg v.d.H.

Telefon: 06172 936901

Telefax: 06172 936902

 

E-Mail: info@wipog.de 

 

Unsere Öffnungszeiten

Auf Anfrage nach Vereinbarung

Mitglieder

Mitglieder können natürliche und juristische Personen sein.

Mitglieder sind u.a.

 

· Landesinnung für das Augenoptikerhandwerk in Hessen

· EKF Finanz Frankfurt GmbH

· Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 
· Frankfurter Sparkasse 1822

· Geisel & Luce GmbH
· Handwerkskammer Rhein-Main
· Hessischer Bauernverband e.V.
· Hessischer Philologenverband

· Hessisches Wirtschaftsarchiv

· IHK Darmstadt Rhein Main Neckar

· IHK Frankfurt am Main
· IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern

· IHK Offenbach am Main

· IHK Lahn-Dill Standort Dillenburg

· Siemens AG

· Landesbank Hessen Thüringen

· Portland Zementwerke, Gebr. Seibel GmbH & Co. KG 

· Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V.

 

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